Stadtentwicklung

Einzelhandel und Gastronomie

Endlich tut sich etwas in unserer Stadt! Die attraktivere Gestaltung des Marktplatzes mit dem neuen Rathaus-Eingang sowie gastronomischen Angeboten ist eine positive Entwicklung, die weiter forciert werden muss. Handel und Gastronomie bringen Leben in die Stadt, und das hat Warstein dringend nötig. Die heimische Bevölkerung verfügt über eine hohe Kaufkraft – nur bleibt wenig davon im Ort und „wandert ab“ in die umliegenden größeren Städte. Hier gilt es, mit Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung neue Impulse zu setzen, um weitere Geschäfte und Lokale in der gesamten Stadt Warstein anzusiedeln.

Allerdings darf die Konzentration des Einzelhandels in Warstein (Innenstadt), Warstein/Suttrop (Franz-Hegemann-Straße), Belecke und Sichtigvor nicht dazu führen, dass die weiteren Ortskerne (z. B. Suttrop, Allagen) aussterben. Hier sind kreative Ideen im Bereich Tourismus, Freizeit und Kultur gefragt. Von Co-Working-Spaces über Ausstellungen bis hin zu Konzerten sind zahlreiche Möglichkeiten denkbar. Die oftmals durch Ortsinitiativen angestoßenen kreativen Ansätze zur Attraktivitätssteigerung (z. B. öffentlicher Sandkasten am Wilkeplatz in Belecke, das Bilsteintal oder der Ostwaldpark in Sichtigvor) sind zu unterstützen und auszuweiten.

Wohnen in der Stadt Warstein

Auch die Zusammenarbeit mit privaten Investor*innen, die in der Innenstadt neue Wohnungen und Dienstleistungsetagen ermöglicht haben, muss ausgeweitet werden. Denn beim Thema Wohnen zieht es hochqualifizierte Arbeitskräfte noch zu oft in umliegende Gemeinden. Das Projektjekt “Wäster Wohnen Warstein” ist ein gutes Beispiel für generationengerechtes Wohnen, welches auch in anderen Ortsteilen nachahmenswert ist. Auch die Bedürfnisse junger Menschen und junger Erwachsener müssen stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Dazu zählen bezahlbarer Nahverkehr, ausreichende Freizeitmöglichkeiten und eine für junge Menschen attraktive Stadt Warstein.

Lärmschutz: Für ein ruhigeres Warstein

Lärm ist mehr als nur eine Belästigung – er beeinträchtigt unsere Gesundheit, unseren Schlaf und unsere Lebensqualität. Die Bundesstraße B55 durchschneidet die Kernstadt, andere Straßen das Möhnetal und Suttrop und alle belasten täglich Anwohner*innen mit erheblichem Verkehrslärm. Die bisherigen Schutzmaßnahmen reichen bei Weitem nicht aus.

Der Lärmaktionsplan der Stadt muss unter aktiver Einbindung der Bürger*innen, auch im Rahmen von Informationsveranstaltungen, in ein umfassendes Lärmschutzkonzept überführt und umgesetzt werden. Zusätzlich setzen wir uns für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in den Nachtstunden (22–6 Uhr) in allen Wohnbereichen entlang der B55 ein.

Der Schienenverkehr durch Warstein ist wichtig für unsere Infrastruktur, darf aber nicht zu Lasten der Anwohner*innen gehen. Durch die Reaktivierung des Personennahverkehrs auf der Schiene erhalten wir zusätzlich moderne Lärmschutzmaßnahmen an der Bahnstrecke, die den Lärm des Güterverkehrs verringern. Die Steinbrüche sind ein Wirtschaftsfaktor für Warstein, doch die Sprengungen und der Schwerlastverkehr belasten viele Ortsteile erheblich. Gemeinsam mit den Betreiber*innen wollen wir ein transparentes Lärmmonitoring einführen, dessen Ergebnisse öffentlich zugänglich sind und auf deren Basis Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Zukunft unserer Friedhöfe

In den letzten Jahren hat sich die Stadt Warstein für neue Formen von Bestattungen geöffnet. Beispielweise Urnenstelen und Baumbestattungen. Jedoch entwickelt sich die Bestattungskultur weiter und bereits erweiterte Bestattungsformen können noch weiter ausgebaut werden. Wir fordern die Prüfung der Einrichtung weiterer alternativer Bestattungsformen (z. B. Streufelder) sowie insbesondere die intensivere Pflege der bestehenden Friedhöfe. Zudem setzen wir uns für die Umwandlung ungenutzter Friedhofsflächen in parkähnliche Landschaften ein. Ein Friedwald wäre eine sinnvolle Ergänzung zum Bestattungsangebot in der Stadt Warstein – als ehemalige Waldhauptstadt und Stadt „mitten im Naturpark“.

Tourismus

Warstein verfügt mit seiner einzigartigen Naturlandschaft, kulturellen Veranstaltungen und historischen Sehenswürdigkeiten über ein enormes touristisches Potenzial. Diesen Schatz wollen wir bewahren und gleichzeitig nachhaltig weiterentwickeln. Wir setzen uns für einen Tourismus ein, der ökologisch verträglich ist, die lokale Wirtschaft stärkt und die Lebensqualität der Einwohner*innen verbessert. 

Das Stadtmarketing in Warstein leistet schon hervorragende Arbeit. Durch eine stärkere Vernetzung mit dem Kreis Soest sowie den umliegenden Städten und Gemeinden wäre noch eine Verbesserung möglich. Die bereits geschaffene professionelle Online-Präsenz, die alle touristischen Angebote bündelt und leicht zugänglich macht, soll weiterentwickelt werden.

Naturpark als Erholungsraum schützen und erlebbar machen

Der Naturpark Arnsberger Wald ist ein Juwel, das es zu bewahren gilt. Wir wollen ihn für einen sanften Tourismus weiter stärken: Dazu gehören für uns gutmarkierte Wanderwege, barrierefreie Naturerlebnispfade und moderne Informationstafeln, die über Flora, Fauna und Klimaschutz informieren. Die Einrichtung eines Nationalparks Arnsberger Wald kann die touristischen Chancen weiter erhöhen.