Es ging um die Gleichstellung, eine Brücke über die Möhne, Holz als Baumaterial, den Bahnverkehr und Weiteres mehr bei der jüngsten digitalen Fraktionssitzung der WAL/Grünen.

Die Folgen des Klimawandels sind im Warsteiner Wald zu sehen.
Den Schwerpunkt bildete sodann ein Informationsgespräch mit dem Leiter des Regionalforstamts Soest-Sauerland, Edgar Rüther, über den Zustand unseres Waldes in Zeiten des Klimawandels. Da schalteten sich sogar Gäste aus der Grünen-Kreistagsfraktion hinzu.
Zunächst ließ Vorsitzender Sascha Clasen die vergangenen Sitzungen Revue passieren. Und da fand der Gleichstellungsplan der Gleichstellungsbeauftragten Silvia Lettmann viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. „Bei allem Fortschritt der Situation, die Frau Lettmann aufgezeigt hat, und dem relativ guten Stand der Gleichstellung in der Stadtverwaltung“, so Ratsfrau Hanses, „bleibt doch noch viel zu tun!“

„[Es] bleibt noch viel zu tun“ – Dagmar Hanses
In den aktuell heiß diskutierten Überlegungen, einen Schienenpersonenverkehr auf der WLE-Strecke zu reaktivieren, sieht die Fraktion eine erhebliche Chance zur Verbesserung des gesamten öffentlichen Nahverkehrs und vor allem einen entschiedenen Beitrag zum Klimaschutz. „Bedauerlicherweise wird im Vorfeld eines reinen Prozesses von Vorüberlegungen Stimmung gegen dieses zukunftsweisende Projekt gemacht“, so Bahnexperte Landfester. „Dabei zeichnen sich erhebliche Vorteile in fast jeder Hinsicht ab!“
In der Frage, ob die erneuerungsbedürftige Möhnebrücke in Sichtigvor (am Mühlenpark) als Metallkonstrukt oder in Holzbauweise erstellt werden sollte, plädiert die Fraktion für den Baustoff Holz. „Den Bedenken hinsichtlich mangelnder Dauerhaftigkeit kann – wie im Bauausschuss präsentiert – durch Wahl einer geeigneten Konstruktion begegnet werden. Wir sollten als Waldhauptstadt hier ein konsequentes Zeichen setzen!“
Sollten nicht alle öffentlichen Bauten in der Stadt, so wie das neue Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Warstein, in Holzbauweise errichtet werden? Diese Frage ergab sich auch als Ergebnis des Vortrags von Forstamtsleiter Rüther. Er informierte detailliert über die, letztlich durch den Klimawandel verursachten Waldschäden samt sich ergebenden Folgen und plädierte für eine vermehrte Verwendung des Baustoffs Holz: Holz binde CO2 und ersetze Baumaterialien wie Stahl und insbesondere Beton, deren Produktion Mengen an CO2 freisetze – also ergebe sich ein Doppelnutzen! Zwar seien die Preise für Bauholz derzeit, vor allem dank des Exports in die USA, stark gestiegen, doch werde dieser Boom sicher bald abflauen – so hofften die Teilnehmer der Sitzung und diskutierten ausführlich die sich lokal ergebenden Möglichkeiten.
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