Warstein bietet eine starke Bildungslandschaft und ist Ort vieler sozialer Initiativen – dies wollen wir sichern und ausbauen. Einnahmen aus der Windenergie sollen vorrangig in den sozialen Bereich fließen – sowohl in ehrenamtliche Projekte als auch in die Ausstattung unserer Schulen. Unterstützung von Familien
Wir haben im Blick, dass ab 2026 ein Rechtsanspruch auf offene Ganztagsbetreuung besteht. Hier muss die Stadt weitere Anstrengungen unternehmen, um diesem Anspruch gerecht zu werden.
Das Deutschlandticket für alle Schüler*innen in der Sekundarstufe muss perspektivisch kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Eltern kleiner Kinder brauchen flächendeckend Wickelmöglichkeiten. Wir wollen weitere Wickelmöglichkeiten in städtischen Gebäuden schaffen.
Integration
In unserer Stadt sind Geflüchtete willkommen. Sie leben und arbeiten in Warstein und werden ehrenamtlich von vielen engagierten Menschen unterstützt. Die Stadtverwaltung muss künftig sowohl die Geflüchteten als auch die ehrenamtlich Aktiven kooperativ begleiten.
Wir waren die einzige Fraktion, die im Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales gegen die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen gestimmt hat.
Ein solches stigmatisierendes Bezahlsystem, das nur in ausgewählten Geschäften funktioniert, schadet der Integration, erzeugt unnötige Kosten und ist reine Symbolpolitik.
Gleichberechtigung
Die Hälfte der Verantwortung den Frauen: In der Stadtverwaltung ist die Gleichberechtigung bei den Führungskräften bereits erreicht. Dennoch müssen die Belange von Frauen in unserer Stadt weiter in den Fokus rücken.
Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten innerhalb der Verwaltung und in der Stadtgesellschaft muss gestärkt werden. Stärkung von Frauen heißt auch: Schutz in Konfliktsituationen. Die bestehende Arbeit der Frauenberatungsstellen muss ausgebaut werden. Neben der Frauenberatung sollen auch Männerberatung und insbesondere die reflektierende Männerberatung gestärkt werden. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots ist zudem die Sozialberatung in Warstein. Sie bietet vielen Bürger*innen Unterstützung in schwierigen Lebenslagen. Sie muss erhalten bleiben und darf keinem „Wegsparen“ erliegen.
Durch grüne Mitwirkung wird es im Kreis Soest ein zweites Frauenhaus geben – auch die Stadt Warstein profitiert zukünftig davon.
Kinder und Jugendliche in der Stadt Warstein
Für unsere Jugendlichen brauchen wir Rückzugsräume und mehr direkte Kontaktmöglichkeiten. Eine Option ist die Einstellung von Streetworker*innen, um frühzeitig präventiv tätig zu werden. Un- oder wenig genutzte städtische Räume könnten als Anlaufpunkte für Jugendliche und Streetwork-Arbeit umgewandelt werden. Die bestehenden Jugendeinrichtungen wie Jugendtreffs müssen weiter unterstützt werden.
Unsere Spielplätze müssen besser gepflegt werden – regelmäßiger Sandaustausch, Instandhaltung der Spielgeräte, Reinigung. Einige Anlagen befinden sich in schlechtem Zustand. Wir fordern, die Spielplatzpflege zu priorisieren und die digitale Plattform zur Zustandsmeldung stärker bekannt zu machen.
Obdachlosigkeit
Obdachlosigkeit ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Die Stadt arbeitet bereits intensiv an dem Thema. Es darf jedoch zu keiner Ausgrenzung aus der Gesellschaft kommen.
Förderung des Ehrenamtes
Gerade im Kulturbereich zeigt sich die Stärke ehrenamtlichen Engagements in Warstein – über Vereine, Stiftungen und Initiativen. Neben dem sozialen Einsatz prägt dieses Engagement das kulturelle Leben unserer Stadt. Warstein kann stolz sein auf Initiativen wie die Kulturinitiative, Laienspielgruppen, das Haus Kupferhammer, den Bilsteintal e. V., Sportvereine, das Schützenwesen, den Karneval, Büchereien, Kirchengemeinden und Heimatvereine.
Auch das Stadtmarketing hat wichtige Impulse gegeben. Dieses Engagement verdient Sichtbarkeit und Wertschätzung. Doch das Ehrenamt stößt an Grenzen – der demographische Wandel ist spürbar. Wir unterstützen deshalb den Vorschlag unseres Bürgermeisterkandidaten, das Ehrenamt stärker in den Fokus zu nehmen. Eine starke Unterstützung der Ehrenamtlichen durch die Verwaltung der Stadt Warstein ist einzurichten und mit entsprechenden Kompetenzen zu versehen. Ein erster Schritt wurde bereits umgesetzt, aber diese muss erweitert werden.
Ehrenamt findet aber nicht nur in Kultur, Sport oder Brauchtum statt. Auch Engagierte in Freiwilliger Feuerwehr, Rettungsdiensten und anderen Bereichen brauchen Gehör – in Stadt und Verwaltung.
Städtepartnerschaften
Warstein lebt Europa! Und das stärkt unsere Demokratie und unser Zusammenleben. Die Städtepartnerschaften mit St. Pol, Hebden Royd, Pietrapaola und Wurzen müssen weiter gepflegt und ausgebaut werden.

